eHealth.Braunschweig Forum schafft vor 120 Besuchern Fakten
Gründung einer Gesundheitsdatenbank für Niedersachsen beschlossen
Das Projekt eHealth.Braunschweig hat eine neue Entwicklungsstufe erreicht. Zwei Jahre nach Projektbeginn und einer Reihe von Ideen zur Einbindung der Informationstechnologie in die Gesundheitswirtschaft „stehen wir jetzt konkret vor Umsetzungen“, sagte Projektleiter Dr. Maik Plischke auf dem eHealth.Braunschweig Forum 2011. Im Fokus: die Gründung einer niedersächsischen Gesundheitsdatenbank.

Joachim Roth, Dr. Maik Plischke, Dr. Oliver Liersch, Helmut Schüttig, Prof. Dr. Reinhold Haux (v.l.)
„Wir haben beschlossen, Fakten zu schaffen“, betonte Professor Reinhold Haux vor den 120 Besuchern, die aus ganz Niedersachsen ins Bildungszentrum des Klinikums Braunschweig gereist waren. „Wir werden eine Gesundheitsdatenbank für Niedersachsen als GmbH gründen.“
Haux, Vorsitzender des Projektbeirats und Geschäftsführender Direktor am Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik der TU Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover, wertete diese Entscheidung als einen „wichtigen strukturellen Schritt“. Weil die Gesundheitsbank, kurz: GD-Bank das Fundament für den verbesserten, schnellen Informationsaustausch zwischen Haus- und Fachärzten, Kliniken und Pflegeinrichtungen legt – mit dem Patienten im Mittelpunkt.
Und weil die GD-Bank GmbH der Beleg dafür ist, dass die 60 Braunschweiger eHealth-Partner, darunter Kliniken, Krankenkassen, Wohnbauunternehmen und Hochschulen, ihre Projektmodelle in Geschäftsmodelle ummünzen. Die Wirtschaft wird davon profitieren – neben IT-Unternehmen, die etwa die Datenbankstruktur der GD-Bank schaffen werden, auch das regionale Handwerk.
Wie die Ausstattung altersgerechter Wohnungen zum Innovationstreiber für Handwerksunternehmen wird – das erklärte Eckhard Sudmeyer, Geschäftsführer Unternehmensförderung der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Dazu passt, dass eHealth.Braunschweig gemeinsam mit Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft eine Weiterbildungsoffensive startet – damit das Handwerk Wohnungen altersgerecht bauen, umbauen und modernisieren kann.
Dr. Oliver Liersch, Niedersächsischer Staatssekretär für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, sagte anhand dieser Entwicklung und weiteren vorangeschrittenen Teilprojekten wie dem Braunschweiger Befundportal und der Dekubitus-Erfassung zu den eHealth-Partnern: „Sie sind ein Vorreiter in Niedersachsen.“
Das Wirtschaftsministerium fördert das Projekt, das auf drei Jahre angelegt ist – und doch weit in die Zukunft weist. Maik Plischke: „Es ist unser Ziel, viele nachhaltige Strukturen zu schaffen.“

























