eHealth eröffnet Chancen für das Handwerk: „Wir werden eine Menge auf die Beine stellen“

Wohnungen so zu bauen und auszustatten, dass ältere Menschen sicher, unabhängig und dauerhaft in ihrem Zuhause leben können: Dem Handwerk kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Welche Aussichten den Gewerken die Einbindung von Informationstechnologien in die Gesundheitswirtschaft eröffnet – das verriet die Diskussionsveranstaltung „Alter werdende Bevölkerung – eine Chance für das Handwerk“ des Projekts eHealth.Braunschweig. Das regionale Handwerk ist fest entschlossen, seinen Beitrag zu leisten. „Sie werden von uns hören!“, sagte Eckhard Sudmeyer, Geschäftsführer Unternehmensförderung der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade.

Zielen auf neue Aufträge für das Handwerk (von links): Eckhard Sudmeyer, Detlef Wolff, Maik Plischke, Uwe Teichmann, Torsten Voss und Peer Wolf.

Zielen auf neue Aufträge für das Handwerk (von links): Eckhard Sudmeyer, Detlef Wolff, Maik Plischke, Uwe Teichmann, Torsten Voss und Peer Wolf.


Mit der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade und seinem Bildungszentrum hat eHealth.Braunschweig zwei Partner gefunden, die das Projekt und seine 60 Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft, Kliniken und Krankenkassen, Verwaltung und Versorgern unterstützen, die Lebensqualität für Menschen in allen Lebensabschnitten zu erhöhen.

„Das Thema treibt uns unheimlich an“, sagte Sudmeyer. Das Handwerk, das Tradition und Innovation vereine, „kann davon profitieren“.

Exzellenzcluster Braunschweig

Welche Aufträge für das Handwerk erwachsen – das erklärte Dr. Maik Plischke, Projektleiter eHealth.Braunschweig. Er kündigte die Qualifizierungsoffensive für das Handwerk an, die am 1. August mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert wird. Und gab die Bildung eines Exzellenzclusters Braunschweig bekannt, „in dem verschiedene Gewerke zusammenarbeiten und gemeinsam technische Lösungen und bauliche Maßnahmen anbieten, die ältere Menschen individuell benötigen“.

Renate Birkholz, Berufsfachschule des Diakonischen Werkes Wolfsburg, betonte: „Wichtig für die Akzeptanz ist, dass sich die Technik den Menschen anpasst – und nicht die Menschen der Technik.“

Assistenzsysteme im Dienste Älterer

Die Nibelungen-Wohnbau-GmbH Braunschweig hat die Etablierung neuer technischer Angebote in ihren Wohnungen fest im Blick. Torsten Voss stellte die Assistenzsysteme im Dienste älterer Menschen vor.

Mit Detlef Wolff, Uwe Teichmann und Peer Wolf gaben drei Handwerker von Elektrotechnik über das Tischlerhandwerk bis zu Sanitär und Heizung einen Einblick, inwieweit die Branche bereits Orientierungs-, Unterstützungs- und Hilfsangebote im Angebot hat – und wie sie sich die Zusammenarbeit mit dem Projekt eHealth.Braunschweig vorstellt. Sudmeyer: „Wir werden eine Menge auf die Beine stellen.“

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