Senioren setzen auf neue Technologien
Informations- und Kommunikationstechnologien in die Gesundheitsversorgung einbinden und damit die Voraussetzungen schaffen, dass Menschen das ganze Leben lang in ihrem Zuhause wohnen bleiben können – so lautet eines der wichtigsten Ziele von eHealth.Braunschweig. Dass Senioren keine Berührungsängste mit neuen Technologien haben, zeigt die Statistik zur Internetnutzung. Fast jeder zweite Bundesbürger im Alter von 55 bis 74 Jahren ist online, teilte der Hightech-Verband Bitkom nun mit.
Das Internet wird für immer mehr Senioren zum festen Bestandteil des Lebens. In der Altersgruppe von 55 bis 64 Jahren sind 60 Prozent der Deutschen online, in der Gruppe der 65- bis 74-Jährigen nutzen 30 Prozent das Internet zumindest gelegentlich. Basis der Angaben sind Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat.
„Gerade Senioren kann das Internet viel bieten“, sagt Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. Web-Services von beispielsweise Krankenkassen sind bei alltäglichen Aufgaben eine wertvolle Hilfe, E-Mails oder Video-Telefonie eine gute Möglichkeit, um mit anderen in Kontakt zu bleiben. Scheer: „Spezielle Internetdienste für ältere Menschen werden an Bedeutung gewinnen.“
Das Projekt eHealth.Braunschweig will mit vernetzten Versorgungssystemen dafür sorgen, dass ältere Menschen ihr selbstbestimmtes Leben im privaten Umfeld weiterführen können. Zum Beispiel durch die Prototypen-Entwicklung von eHealth- und IT-Lösungen, die telemedizinische Daten von ihrem Zuhause zur Pflegekraft oder zum Arzt übermitteln.
In Braunschweig ist die Erforschung von IT-Anwendungen im Gesundheitsbereich bereits in vollem Gange – im Rahmen des niedersächsischen Forschungsverbunds „Gestaltung altersgerechter Lebenswelten“, in dem mehr als 40 Forscher assistierende Technologien für die Haushalte der Zukunft entwickeln. Sprecher des Verbunds sind Prof. Dr. Reinhold Haux (TU Braunschweig) und Prof. Dr. Andreas Hein (OFFIS).




















